Commerzbank verärgert 27000 Kunden mit offenem Immofonds

Wie das Hamburger Abendblatt berichtet, hat die Commerzbank, bei der der Staat noch mit 25 Prozent beteiligt ist viele Kunden überredet, ihre offenen Immobilienfonds umzuschichten. Das Problem: der Immofonds in den umgeschichtet wurde, ist mittlerweile geschlossen und es ist fraglich, wann und zu welchem Kurs er jemals wieder geöffnet wird. Es handelt sich um den Immobiliendachfonds PMIA. Ein weiteres kritisches Detail liegt im Dachfonds selbst. Offene Immobilienfonds müssen nach 2 Jahren wieder öffnen oder abgewickelt werden. Nicht aber ein Dachfonds. Verkauft werden kann der PMIA derzeit noch über die Börse Hamburg, jedoch mit einem 30 prozentigen Abschlag. Für viele Kunden ist das ein Schock. Verbraucherschützer sind der Meinung, dass vor allem ältere Kunden betroffen sind, die konservativ anlegen wollten. Ein Anwalt, der 350 verärgerte Kunden vertritt, sieht seine Mandanten getäuscht und glaubt, dass über die Risiken nicht informiert wurde. 30 Klagen gegen die Commerzbank sind bereits eingegangen und viele weitere Kunden wollen sich anschließen. Die Commerzbank ist derzeit wohl zu Zugeständnissen bereit und bietet Vergleiche in Höhe von ca. 90 Prozent an. Hier ist schon zu sehen, dass sich die Commerzbank nicht auf der sicheren Seite sieht, da sie es sonst immer darauf ankommen lässt.
Ungewöhnlich ist auch, dass diese Meldung bisher nicht in den großen Wirtschaftszeitungen veröffentlicht wird, wo doch nach Schätzungen der Verbraucherzentralen ca. 27.000 Kunden betroffen sind.
Der PMIA wurde übrigens auch dann noch als Alternative zum hauseigenen Immofonds Hausinvest angeboten, als ein Teil der im Dachfonds PMIA befindlichen Fonds bereits in Schieflage geraten waren und schließen mußten. Den Ausgabeaufschlag von 5 Prozent hat die Commerzbank jedoch gerne angenommen.

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